Gardinen selber nähen mit Meterware
Sehr viel einfacher ist es da, eine Gardine selbst zu nähen – sofern man denn nähen kann. Dazu benötigt man natürlich den passenden Stoff, der im Fachhandel als Meterware erhältlich ist.
Meterware nennt man Stoffe zur Selbstkonfektionierung, also Materialien, die man selbst nach eigenen Wünschen zuschneidet. Die Stoffe werden auf Rollen gelagert, ihr Preis wird pro laufender (lfd.) Meter angegeben.
Stoffarten
Beinahe jeder Stoff ist als Meterware erhältlich. Ausgenommen davon sind beispielsweise Stoffe, wie sie für Fadenstores verwendet werden: Würde man diesen Stoff zuschneiden, müsste man die restlichen Fäden erneut zusammenketteln.
Bei den Stoffarten unterscheidet man ja nach Online-Shop oder Fachgeschäft nach Verwendungszweck oder Materialeigenschaften. So führen viele Stoffgeschäfte beispielsweise Kinderstoffe, aber auch Verdunkelungsstoffe oder saisonale Stoffe mit Weihnachts- und Ostermotiven und dergleichen.
Passende Gardinenstoffe findet man entweder unter dieser Bezeichnung oder unter dem Stichwort Dekostoffe. Hier findet man dann Voile, Jacquard, Organza, Baumwollstoffe, Leinenstoffe uvm. in allen erdenklichen Farben und Designs.
Das sollten Sie bei Meterware beachten
Normalerweise ist Meterware produktionsbedingt nur bis zu einer Breite von 140 (Dekostoffe) bzw. 280/300 cm (transparente Stoffe) im Handel erhältlich. Wer breitere Stoffe benötigt, sollte sich im Fachhandel nach Stoffen mit waagerecht laufender Kette erkundigen.
Viele Stoff-Lieferanten und sogar einige Versandhäuser liefern Gardinenstoffe aber auch in Sondergrößen – nachfragen kann sich also lohnen.
Übrigens ist es keinesfalls – wie immer wieder zu lesen ist – notwendig, den Stoff vor dem Nähen zu waschen, um ein späteres Einlaufen zu vermeiden. Allerdings sollten Seidenstoffe vor dem Nähen stets unterfüttert werden, weil das empfindliche Gewebe mit der Zeit sonst ausbleicht und brüchig wird.
