Die richtige Gardine für das Kinderzimmer finden
Gerade für Kinderzimmer sind unzählige Gardinen-Varianten erhältlich, in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Mustern. Egal ob mit Autos oder Sternen, als Schal oder Scheibengardine, in blau, grün, gelb oder rot – für jeden Einrichtungsstil und Geschmack findet sich die richtige Kinderzimmer-Gardine. Stellt sich nur noch die Frage: Welches Material eignet sich für den Einsatz im Kinderzimmer am besten?
Das richtige Material
Schon beim Material beginnt die Qual der Wahl: Sollen es Scheibengardinen aus Spitze oder einem transparenten Stoff sein oder doch eher vorhangähnliche, blickdichte Gardinen, die man zum Verdunkeln vors Fenster ziehen kann? Klassische Faltengardinen aus transparentem Material oder moderne, lichtdurchlässige Schiebegardinen?
Um das richtige Material zu finden, spielt zum einen Alter und Geschlecht des Kindes eine Rolle, zum anderen aber sicherlich auch der vorherrschende Einrichtungsstil. Kleinere Kinder mögen in der Regel gern kräftige Farben und freuen sich, wenn ihre Lieblingsfigur oder ihr Lieblingstier auf der Gardine zu sehen ist.
Hier bieten sich Scheibengardinen oder Stores an, beide aus einem eher transparenten Material, die bereits fertig konfektioniert im Handel erhältlich sind. Andererseits soll das Kinderzimmer gerade bei kleinen Kindern, die Mittagsschlaf halten müssen, auch tagsüber zu verdunkeln sein. Besonders dann, wenn das Fenster nach Süden geht und die Mittagssonne ins Zimmer knallt.
Hier ist transparentes Material fehl am Platz: Es filtert zwar das Licht und macht es weicher, leider aber nicht dunkler. Hier benötigt man entweder ein zusätzliches Verdunklungsrollo, zusätzliche Übergardinen oder man setzt gleich auf dickeres Gardinen-Material, das Licht weniger gut durchlässt.
Statt einer Scheibengardine kann beispielsweise eine seidig glänzende Übergardine aus Satin das Zimmer verdunkeln – besonders kleine Prinzessinnen freuen sich über ihren edlen Fensterbehang.
Ältere Kinder und Jugendliche mögen es meist lieber modern und bevorzugen Rollos oder Schiebegardinen. Letztere sind häufig lichtdurchlässig und eignen sich weniger gut zum Verdunkeln – es sei denn, man nutzt mehrere Schiebegardinen und schiebt sie zum Verdunkeln übereinander.
Sinnvoller ist es aber, zusätzlich ein Rolle oder eine Jalousie zu nutzen – auf diese Weise kommen die Schiebegardinen besser zur Wirkung und das Kinderzimmer kann trotzdem verdunkelt werden.
Übrigens: Einige Gardinen warten mit einer Spezial-Behandlung auf, die sie besonders für den Einsatz im Kinderzimmer prädestinieren. So sind einige Rollos beispielsweise mit einem extra Sonnenschutz ausgerüstet – sehr sinnvoll bei Dachfenstern oder Fenstern in Südlage.
Andere Materialien sind aufgrund einer Spezialbehandlung besonders schwer entflammbar. Auch sie sind sehr gut für den Einsatz im Kinderzimmer geeignet, weil sie helfen, Gefahren zu reduzieren. Apropos: In Kinderzimmern von Kleinkindern sollte das Gardinenmaterial besonders reißfest und die Gardine besonders gut befestigt sein – Kleinkinder, die zu laufen beginnen, ziehen sich gern an allem hoch, was greifbar ist, auch Gardinen.
Maßgefertigt oder Stangenware?
Der Handel bietet bereits eine große Auswahl an Gardinen für Kinderzimmer. Was aber, wenn man trotz allem nicht fündig wird, weil einfach nichts so recht zu den Farben im Kinderzimmer passen will?
Eine Möglichkeit ist es, einen passenden Stoff zu suchen und selbst zu nähen. Wer nicht nähen kann oder will, kann auch einen Scheider oder Innenausstatter mit der Fertigung einer passenden Gardine beauftragen. Der große Vorteil: Häufig haben Schneider und Innenausstatter Zugriff auf eine viel größere Stoffauswahl als im Handel für den Endkunden verfügbar ist.
So kann der farblich und vom Material her perfekt passende Stoff gefunden und zu einer garantiert einmaligen Gardine verarbeitet werden. Ein weiterer Vorteil: Die Kinderzimmer-Gardine vom Fachmann ist maßgefertigt und passt in jedem Fall.
Natürlich ist eine Maßanfertigung nicht ganz so günstig, wie eine fertig konfektionierte Kinderzimmer-Gardine zu kaufen – obwohl auch eine Maßanfertigung nicht teuer sein muss. Wer lieber auf Stangenware zurückgreift, aber das Besondere sucht, kann die fertig-Gardine natürlich auch noch selbst etwas verschönern.
So bietet es sich beispielsweise an, Bänder oder Borten aufzunähen, um der Gardine für das Kinderzimmer den letzten Pfiff zu geben. Wer kreativ ist, kann auf diese Weise Geld sparen, aber trotzdem zu einem einzigartigen Fensterbehang kommen.
